Ausstellung

Entdecke die Kunst

Wer es noch nicht getan hat, sollte bis zum 18. September unbedingt die Open-Air-Ausstellung „Emscherkunst 2016“ besuchen. Unter dem Motto „Entdecke die Kunst“ findet die Schau in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt.

25 Kunstwerke von renommierten internationalen und nationalen Künstlerinnen und Künstlern machen den rund 50 Kilometer langen Emscherkunst-Parcours, der von Holzwickede über Dortmund nach Castrop-Rauxel, Recklinghausen und Herne führt, zu einem einzigartigen Kulturerlebnis. Am besten lässt sich die Strecke auf dem Fahrrad bewältigen – und die Wettervorhersage für den Endspurt klingt vielversprechend.

Warten auf den Fluss | Observatorium

Observatorium, Warten auf den Fluss
Foto: Eric Gessmann

cloud machine | Reiner Maria Matysik

Reiner Maria Matysik, cloud machine
Foto: Eric Gessmann

Black Circle Square | Massimo Bartolini

Massimo Bartolini, Black Circle Square
Foto: Eric Gessmann

Walkway and Tower | Tadashi Kawamata

Tadashi Kawamata, Walkway and Tower
Foto: Eric Gessmann

Aus der Aufklärung | Ai Weiwei

Ai Weiwei, Aus der Aufklärung
Foto: Eric Gessmann

The Insect Societies (part 1) | Henrik Hakansson

Henrik Håkansson, The Insect Societies (part 1)
Foto: Eric Gessmann

Urban Space Station | Natalie Jeremijenko

Natalie Jeremijenko, Urban Space Station
Foto: Eric Gessmann

Zwischen ländlich geprägten Bereichen, Industriekultur, Natur-, Erholungs- und urbanen Räumen werden im Umfeld von sieben zentralen Spielorten der Ausstellung temporäre Kunstwerke namhafter Künstler gezeigt:

Im Umfeld der Emscherquelle in Holzwickede sind Projekte von Ai Weiwei und Henrik Håkansson zu sehen.

Rund um den Dortmunder Phönix-See werden Arbeiten von Benjamin Bergmann, Natalie Jeremijenko, Erik van Lieshout und Reiner Maria Matysik gezeigt.

Studierende der Kunstakademie Münster setzen sich unter der Leitung von Prof. Dr. Ferdinand Ullrich in 13 Projekten mit dem Dortmunder Unionviertel und den dort bestehenden urbanen und sozialen Strukturen auseinander. Tobias Zielony zeigt im Schaufenster eines leerstehenden Ladenlokal in der Rheinischen Straße seine Filminstallation „Tamil Stars“.

Auf dem Gelände der Kokerei Hansa und im Umfeld präsentieren atelier le balto, Sujin Do, M + M sowie raumlabor ihre Arbeiten.

Gesellschaft der Amateur-Ornithologen | Mark Dion

Mark Dion, Gesellschaft der Amateur-Ornithologen
Foto: Eric Gessmann

In den Arbeiten von Nevin Aladağ, Massimo Bartolini und Mark Dion spiegelt sich deren Auseinandersetzung mit dem Hochwasserrückhaltebecken an der Grenze zwischen Dortmund und Castrop-Rauxel.

Die Audioarbeit von Janet Cardiff und George Bures Miller eröffnet Besuchern am Wasserkreuz von Emscher und Rhein-Herne-Kanal bei Castrop-Rauxel ein besonderes Hörerlebnis, während sie die benachbarten Architekturen von Tadashi Kawamata und Observatorium begehen und veränderte Blickwinkel erleben können.

Installationen von Bogomir Ecker, Roman Signer, SUPERFLEX und Silke Wagner sind im Umfeld des Stadthafens von Recklinghausen zu finden.

Darüber hinaus ist das Künstlerduo Stracke & Seibt mit seinem Projekt ARCA an allen sieben Spielorten vertreten und das Künstlerduo Lucy + Jorge Orta hat seine Skulpturen über das Dortmunder Stadtgebiet verteilt.

Dieses umfangreiche Ausstellungsprogramm ist häppchenweise oder als Ganzes zu genießen. Genaue Hinweise zum Streckenverlauf, zu Routenplanung, Anreise und Übernachtungsmöglichkeiten sind der Internetpräsenz der „Emscherkunst“ zu entnehmen. Dort finden sich auch detaillierte Informationen zu Kunstwerken, Künstlern und Spielorten.

Auf einen Blick

Ausstellung: „Entdecke die Kunst“ – Emscherkunst 2016
Ort: Das Emscherufer von Holzwickede bis Herne
Dauer: bis zum 18. September
Hinweis: Die Kunstwerke sind von Dienstag bis Sonntag täglich zwischen 10 und 18 Uhr zu besichtigen.
Internetadresse: www.emscherkunst.de

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Mit dem Rückgang der Schwerindustrie unterliegt das Ruhrgebiet einem tiefgreifenden Strukturwandel, der sich in vielen Bereichen niederschlägt. Der Rückbau der Emscher vom begradigten abwasserführenden zum mäandernden renaturierten Flusslauf ist eine Folge dieser Veränderungen. Er wird viele Jahre in Anspruch nehmen und im Turnus von drei Jahren unter dem Motto „Entdecke die Kunst – Erlebe die Veränderung!“ durch die Ausstellung „Emscherkunst“ begleitet. Im Rahmen dieser Triennale setzen sich entlang des Flusses international renommierte Künstlerinnen und Künstler in temporären Arbeiten mit dem Emscher-Umbau und den urbanen, landschaftlichen und industriellen Transformationen im Ruhrgebiet auseinander. Dieses größte Kunstprojekt im öffentlichen Raum in der Region ist eine Kooperation von Emschergenossenschaft, Urbane Künste Ruhr und Regionalverband Ruhr. Es fand erstmals zum Kulturhauptstadtjahr Europas RUHR.2010 statt. Nach 2013 findet die „Emscherkunst“ 2016 zum dritten Mal unter Kurator Prof. Florian Matzner statt.

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