Ausstellung

Hubert Kiecol

WeissGlasSchwarzRot

Hubert Kiecols Skulpturen lassen sich als ein Echo von Architektur beschreiben. Aus Glas, Beton und Stahl entstehen Typen von Häusern, Giebel- und Treppenformen. Sie werden zu bildhaften Zeichen, die trotz der anonymen Materialien fein gefügt sind und auf unvergleichliche Weise eine Atmosphäre entstehen lassen.

Obwohl die Form – das Kunstwerk in seiner Materialität – sich mit dem Betrachter im selben physischen Raum befindet, eröffnet sie in ihrer labilen Maßstäblichkeit und der Verweigerung jeglicher Funktionalität doch einen Vorstellungsraum, der frei scheint von empirischen Bedingungen. In Kiecols eigenen Worten: „Es sind einfache, alltägliche Dinge, mit denen ich umgehe. Die Arbeit ist die Umsetzung, die Form zu finden. Letztlich geht es mir um Konzentration durch Genauigkeit, die keinen Nutzen hat.“

Mit Glas, Holz und Stahl hat Kiecol für seine Ausstellung im Josef Albers Museum eine eigene Architektur des Ausstellungsraums entwickelt, eine Architektur in der Architektur: Auf weiße Stellwände hat er minimalistische und formstrenge schwarze Konstruktionen montiert, spielt mit Wänden und Fenstern und eröffnet dem Betrachter im eigentlich offenen Galerieraum neue Blickachsen. Im Untergeschoss dokumentieren neun Tische beispielhaft mehr als 30 Jahren künstlerischen Schaffens. Der assoziative Zugang zu der Werkauswahl gibt gleichzeitig Einblick in die Formfindungen des Bildhauers.

Über den Künstler
Hubert Kiecol, geboren 1950 in Bremen, ist einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen Skulptur in Deutschland. Sein Werk prägt seit vielen Jahren die Entwicklung der aktuellen Bildhauerei. Kiecol ist seit 1993 Professor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. Er erhielt im Jahr 2000 den Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Kölner Museum Ludwig.

Ausstellungsort
Josef Albers Museum Quadrat Bottrop
Im Stadtgarten 20
46236 Bottrop

Tel.: 02041/29716
Fax: 02041/22578
E-Mail: quadrat@bottrop.de
Internet: www.quadrat-bottrop.de

Öffnungszeiten
Ausstellungsdauer: bis 21. August 2016
Dienstag bis Samstag: 11 – 17 Uhr
Sonn- und Feiertage: 10 – 17 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt
6 Euro/ermäßigt 4 Euro

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Profile

Das 1983 eröffnete Museumszentrum Quadrat ist eine Hommage an den berühmten Sohn der Stadt, den Bauhauskünstler Josef Albers. Es besteht aus einem Ensemble von drei quadratischen Pavillons in einer Parklandschaft: Das Josef Albers-Museum präsentiert mit der weltweit bedeutendsten Sammlung von Bildern und Grafiken das Lebenswerk des Malers und Bauhausmeisters, die Moderne Galerie zeigt in ihren Ausstellungen schwerpunktmäßig die Entwicklung der konstruktivistischen Kunst und in der Studio-Galerie im Untergeschoss sehenswerte Fotoschauen. Das Museum für Ur- und Ortsgeschichte ist Anschauungsort für Tierfunde der Eiszeit. Durch zahlreiche Kunstexponate ist auch der Park als Ausstellungsort fester Bestandteil des Ensembles. Sie stammen fast vollständig von Künstlern, die auch mit einer Ausstellung im Josef Albers Museum vertreten waren. Der Skulpturenpark ist über viele Jahre gewachsen und bietet einen ausgewählten Überblick über die Arbeit konkret und konstruktivistisch arbeitender Bildhauer.

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